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Bilinguale Patienten erholen sich eher von einem Schlaganfall

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Sprache als Gehirntraining

Die Studie von Neurologen und Psychologen der Edinburgh Universität und des Nizam´s Instituts of Medical Sciences im indischen Hyderabad kommt zu dem Schluss, dass Menschen, die mehrere Sprachen fließend sprechen, deutlich besser mit einem Schlaganfall fertig werden.

 

40 Prozent der 608 Studienteilnehmer, die mehr als eine Sprache sprechen, erlangten ihre normale geistige Leistungsfähigkeit, die durch einen Hirninfarkts verloren gegangen war, wieder. Bei den Patienten, die nur eine Sprache sprechen, der sogenannten monolingualen Gruppe, waren es nur 20 Prozent.

 

Laut der Studie ließe sich dies durch das häufige Wechseln der Sprache erklären. Um kommunizieren zu können, muss eine Sprache unterdrückt und eine andere aktiviert werden, was einem effektiven Gehirntraining gleicht.

 

In Bezug auf eine vorliegende Aphasie, unter der die Patienten nach dem Schlaganfall litten, konnte zwischen der bilingualen und der monolingualen Gruppe allerdings kein Unterschied festgestellt werden.

 

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