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Betroffene Hirnhälfte beeinflusst Fähigkeit der Bewegungsbeobachtung und -vorstellung

Mittwoch, 17. Juni 2015

Mentales Training - ein vielversprechender Therapieansatz

 

Die Unterschiede zwischen Patienten mit einem rechts- oder einem linkshemisphärischen subcortialen Schlaganfall, untersuchten Prof. Dr. Christian Dettmers und sein Team vom Lurija Institut für Rehabilitationswissenschaften und Gesundheitsforschung in Allensbach, Baden-Württemberg.

 

Insgesamt wurden 18 Patienten untersucht, die eine Schädigung in der tieferliegenden Struktur des Gehirns erlitten haben. Bei neun Studienteilnehmern lag der Hirninfarkt in der rechten Hirnhälfte, bei den anderen neun betraf er die linke Hirnhälfte. Die Aufgabe der Beteiligten bestand darin, sich Videos von einfachen motorischen Alltagsbewegungen anzusehen, diese zu beobachten und sich dann deren Ausführung vorzustellen.

 

Durch das Beobachten und Vorstellen werden die motorischen Aktivitäten im Gehirn angeregt, was zu einem bahnenden Effekt bei der Bewegungsausführung zur Folge hat. Dieser Effekt wird über die sogenannten "Spiegelneutronen", welche das motorische lernen unterstützen, vermittelt.

 

Das Studienergebnis zeigt, dass die Patienten, die einen linkshemisphärischen Infarkt erlitten haben, mehr Hirnaktivität bei der kognitiven Verarbeitung von Handlungsbildern aufwenden müssen, als die mit einem rechtshemisphärischen Infarkt.

 

Mithilfe dieser gewonnenen Informationen, können Therapien individuell für die Patienten ausgewählt werden.

 

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